Betrugsverdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Lyoness Deutschland

Die Grazer Rabattfirma Lyoness, die auch das heimische Golfturnier Lyoness Open sponsert, hat Ärger im Ausland.

08.01.2018 | 14:03 | DiePresse.com

Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Lyoness Deutschland GmbH eingeleitet. Es geht um den Verdacht eines möglichen Betrugs und eines Verstoßes gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), teilte Staatsanwalt Rene Seppi der APA am Montag mit.

Das Verfahren betreffe ausschließlich die Lyoness Deutschland GmbH, so der Justizvertreter in einer schriftlichen Stellungnahme. "Nach Eingang eines umfangreichen Schriftsatzes der Verteidigung dauern zurzeit die Ermittlungen noch an."

Die Ermittlungen seien nach Prüfung "des Anfangsverdachts" eingeleitet worden. Details nannte Seppi nicht.

Im Sommer 2016 hatte ein Münchner Konfliktmanagement-Büro eine umfangreiche Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Köln eingebracht. Die Anzeiger vertreten nach eigenen Angaben mehrere hundert Lyoness-Kunden, die sich geschädigt fühlen. Lyoness hatte stets betont, nichts Unrechtes getan zu haben.

Lyoness hat mehrere Geschäftsbereiche. Neben der bekannten Einkaufsgemeinschaft rund um die Lyoness-Karte betreibt das Unternehmen einen Strukturvertrieb namens Lyconet. In diesem Bereich hatte die Firma in mehreren Ländern, darunter Österreich, juristische Probleme, etwa wegen komplizierter Geschäftsbedingungen.